Schlafstörung – Was tun? Ursachen und Lösungen erklärt

Schlafstörungen und Schlafprobleme zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen in Deutschland. Hier erfährst du alles, was bei einer Schlafstörung zu tun ist: Formen, Symptome, Ursachen und Lösungen erklärt.

Schlafstörung - Was tun? Hier findest du Ursachen für Schlafprobleme sowie Lösungen, Tipps und Tricks.

Eine Schlafstörung behandeln? Das geht! Und wie? Dafür bist du hier genau richtig.

Tipps und Tricks, um deine Schlafprobleme bekämpfen kannst, findest du auf dieser Seite.

Vorab empfehle ich dir meinen kostenlosen Schlafstörung-Selbsttest. So kannst du in wenigen Minuten herausfinden und genauer einschätzen, wie erholsam deine Nachtruhe wirklich ist.

Weitere Hintergrundinformationen findest du außerdem in meinem Ratgeber „besser schlafen“ sowie in meinem Artikel rund um den „Schlaf nachholen„-Mythos. Nun aber zum eigentlichen Thema – Schlafstörungen und wie du Sie bekämpfst.

Schlafstörungen und Schlafprobleme sind keine Seltenheit

Jede vierte Person leidet in Deutschland an Schlafproblemen. Das sind über 9 Millionen Menschen, für die sich das Bett in Folge einer Schlafstörung vom Ort der Ruhe zum Ort des Schreckens gewandelt hat.

Noch schlimmer: Die tatsächliche Zahl der Schlafgestörten fällt in der Realität sogar noch höher aus. Denn es gibt eine extrem hohe Dunkelziffer: Viele Schläfer behalten ihre Probleme nämlich still und heimlich für sich.

Das ist allerdings der falsche Schritt. Denn eine Schlafstörung ist kein Schicksalsschlag. Eine Schlafstörung lässt sich behandeln. Und die dafür nötigen Schritte und die entscheidenden Maßnahmen kann jeder von uns selbst in die Wege leiten.

Wenn also auch du mit einer Schlafstörung zu kämpfen hast, dann bist du an dieser Stelle genau richtig: Hier findest du zunächst grundlegende Informationen zum Thema. Anschließend zeige ich dir die besten Tipps und Lösungen gegen Schlafstörungen.

 

Diagnose Schlafstörung: Wann liegen Schlafprobleme vor?

Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Beschwerden und gesundheitlichen Problemen in Deutschland. Aber wann genau liegt eine Schlafstörung vor? Wie wird eine Schlafstörung diagnostiziert?

Dazu zu nächst einmal eine kleine Beruhigung: Nur, weil du eine Nacht nicht einschlafen kannst oder hin und wieder mitten in der Nacht aufwachst, liegt bei dir lange noch keine Schlafstörung vor.

Besonders in stressigen Situationen (z.B. vor einer Prüfung) oder nach einem anstrengenden Tag ist es völlig normal, dass du gelegentlich kleinere Probleme mit deinem Schlaf hast. Solange diese nicht zur Regelmäßigkeit werden, musst du dir darüber keine Sorgen machen. Prinzipiell kommen phasenweise Einschlaf- oder Durchschlafstörungen bei fast jedem Menschen gelegentlich vor.

Wenn eine Schlafstörung hingegen längere Zeit am Stück anhält und sich zudem verschlimmert, besteht Handlungsbedarf. Hast du außerdem das Gefühl, dass dein Alltag oder deine Lebensqualität durch schlechten Schlaf beeinflusst werden (etwa durch Tagesmüdigkeit), sind dies erste Anzeichen für eine Schlafstörung.

Als Faustregel gilt dabei: Treten deine Schlafprobleme über vier Wochen hinweg mindestens drei oder vier Mal pro Woche auf, ist dies ein konkretes Merkmal einer Schlafstörung.

Der Schlaf ist für jeden Menschen verschieden

Der Schlaf beziehungsweise Schlafstörungen werden durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst. So spielen das Alter oder das Geschlecht beispielsweise eine wichtige Rolle.

Prinzipiell kann zwar jeder im gleichen Maße von Schlafstörungen betroffen sein. Tatsächlich treten Schlafprobleme bei Frauen aber etwas häufiger auf. Das liegt daran, dass bei Frauen von Natur aus bestimmte Faktoren, die eine Schlafstörung entstehen lassen, häufiger auftreten.

Auch im mittleren Alter zwischen 30 und 65 Jahren liegt die Anfälligkeit für Schlafstörungen im höheren Bereich als bei jüngeren oder älteren Personen. Eine Erklärung dafür ist es, dass diese Altersgruppe besonders vom Berufsleben eingenommen ist: Stress ist die Folge dessen und gleichzeitig der Auslöser für Schlafprobleme.

Von Müdigkeit bis Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Schlafstörungen haben ernste gesundheitliche Konsequenzen.

Von Müdigkeit bis Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Schlafstörungen haben ernste gesundheitliche Konsequenzen.

Schlafstörung Folgen: Das passiert bei Schlafproblemen

Die Folgen und Symptome können sich bereits nach der ersten schlafgestörten Nacht negativ bemerkbar machen. Unter anderem treten dann leichte Folgen wie Tagesmüdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen oder eine verringerte Leistungsfähigkeit auf.

Tipp: Bei starker Tagesmüdigkeit durch zu wenig Schlaf kann ein kurzer Mittagsschlaf helfen. Richtig ausgeführt, verleiht dieser neue Kraft und Energie. Wie genau das wirklich gelingt, liest Du in meiner Powernapping Anleitung.

Hält die Schlafstörung weiterhin an, zeigen sich die schlimmeren Beschwerden. Der Schlafmangel wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Das geht nicht nur aus dem eigenen Empfinden der Betroffenen hervor, sondern wurde auch wissenschaftlich in mehreren Studien bewiesen. Schlechter Schlaf ist folglich ein ernsthafter Risikofaktor für ernstzunehmende Erkrankungen.

Vereinfacht gesagt, macht eine Schlafstörung die vielen Vorteile der gesunden Nachtruhe zunichte. Ohne ausreichend Schlaf können die vielen Prozesse unseres Körpers nämlich nicht mehr optimal ablaufen. Die Folge: Das Immunsystem wird geschwächt, der Wert des Stresshormons Cortisol steigt an.

Folgen und Beschwerden einer Schlafstörung im Überblick

  • Müdigkeit im Alltag
  • Leichte Reizbarkeit
  • Gestörte Konzentration
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Bluthochdruck
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Vorzeitige Alterserscheinungen
  • Eine insgesamt verringerte Lebenserwartung

Der Schlaf ist die natürliche Regenerationszeit für jeden Menschen.

Das verdeutlicht bereits die Wichtigkeit von gesundem Schlaf. Willst du gesund und leistungsfähig bleiben, musst du als Basis dessen für erholsamen Schlaf sorgen.

Einige Techniken und Tipps gegen deine Schlafstörung zeige ich dir genau dafür im Laufe des Artikels. Außerdem empfehle ich dir, dir mein kostenloses E-Book zu sichern. (Darin verrate ich dir nämlich 21 Schlafräuber, die du im Alltag vermeiden solltest!)

Schlafstörung Formen: Diese 4 Varianten gibt es

Schlafstörungen lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen. Dabei wird je nach dem Erscheinungsbild (also dem Auftreten der Schlafstörung) und den Ursachen unterschieden. Kurz zusammengefasst lässt sich zwischen vier Formen von Schlaf-Wach-Störungen unterscheiden:

  1. Insomnien (Ein- oder Durchschlafstörungen)
  2. Hypersomnien (Vermehrte Tageschläfrigkeit)
  3. Parasomnien (während des Schlafens auftretende Störungen)
  4. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Wann du bei einer Schlafstörung einen Arzt aufsuchen solltest

Eine Schlafstörung ist ein ernstzunehmendes Problem. Im Folgenden findest du einige Punkte, wann du mit Schlafproblemen gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen solltest:

  • Wenn du häufiger als drei-mal pro Woche weniger als fünf Stunden schläfst und dieses Problem länger als einen Monat anhält.
  • Wenn du zum Einschlafen regelmäßig länger als eine halbe Stunde oder eine Stunde brauchst.
  • Wenn du unter andauernder Tagesmüdigkeit leidest
  • Wenn du psychische Gründe wie Ängste oder Depressionen als Auslöser vermutest.

Ein Hausarzt kann dich zu einem Facharzt überweisen. Alternativ findest du eine Anlaufstelle im Online Ärzte-Verzeichnis von „Ärzte im Netz“.

Schlafstörung Ursachen: So entstehen die Schlafprobleme

Auch wenn ältere Menschen verstärkt unter ihnen leiden, tauchen Schlafprobleme und Schlafstörungen in allen Altersgruppen und Lebenslagen auf. Ist das einmal der Fall, fühlen sich die Betroffenen meist hilflos und sehen sich der Schlafstörung unvorhersehbar ausgeliefert.

Das liegt vor allem daran, dass ohne das nötige Hintergrundwissen die Ursache für die Probleme nicht erkannt wird. Tatsächlich haben die Schlafstörungen meist mehrere Auslöser: Schlafprobleme sind nämlich keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom mit vielen Ursachen – ähnlich wie Fieber.

Machen sich die schlechten Nächte erst einmal bemerkbar, entsteht schnell ein gefährlicher Teufelskreis: Schon nach der ersten schlaflosen Nacht verfestigt sich so das Problem durch die Angst, erneut schlecht zu schlafen, und wird so zum chronischen Leiden.

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