Ashwagandha2018-10-11T19:13:09+02:00

Ashwagandha: Alles über die Schlafbeere aus dem Ayurveda

Gewöhnliche Schlafmittel haben eine Reihe von Nachteilen. Sie machen auf Dauer abhängig und führen außerdem zu einer schlechten Schlafqualität. Deswegen setzen immer mehr Menschen auf pflanzliche Schlafmittel.

Eine Heilpflanze, die sich besonders gut gegen Schlafstörungen eignet, ist Ashwagandha. Sie wird deswegen auch Schlafbeere genannt, hierzulande ist sie aber auch als Winterkirsche bekannt. Dieses pflanzliche Heilmittel wird seit Jahrhunderten in der Ayurvedischen Kräuterheilkunde gegen unterschiedlichste gesundheitliche Probleme eingesetzt.

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Ashwagandha – Was genau ist die Schlafbeere?

Ashwagandha (Withania sominifera) ist eine Heilpflanze, die in der indischen Heilkunde Ayurveda bereits seit über 5000 Jahren verwendet wird. Sie soll nicht nur die innere Lebenskraft stärken, sondern auch innere Ruhe verleihen, Ängste reduzieren und mehr Energie verleihen. Wegen dessen schlaffördernden Wirkung wird Ashwagandha auch als Schlaafbeere bezeichnet.

Obwohl Ashwagandha im indischen Raum bereits seit vielen Jahrhunderten genutzt wird, wird die Pflanze hierzulande erst seit wenigen Jahren intensiver untersucht.

Ashwagandha – ein Alleskönner

Die Ashwagandha Wirkung ist äußerst vielfältig und die Schlafbeere gleicht auf dem Papier einem Alleskönner: Willst du deine Energie steigern und gleichzeitig jünger aussehen und allgemein gesünder bleiben, dann könnte die Heilpflanze Ashwagandha das Richtige für dich sein.

Die gesundheitlichen Vorteile von Ashwagandha sind wirklich beeindruckend, unter anderem hat es auch antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und schützt so die Zellen in unserem Gehirn und unseren Organen.

Aber sorgt es auch für einen guten Nachtschlaf?

Auf jeden Fall – zumindest, wenn man den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen Glauben schenkt.

Denn die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha aktiviert in unserem Körper Vorgänge, die Stress abbauen und eine natürliche Entspannung fördern.

Während weltweit über 30 Prozent aller Menschen unter Schlafproblemen oder Schlafmangel leiden, sind dringend wirkungsvolle Hilfen notwendig – jedoch ohne die Nebenwirkungen und Abhängigkeiten, die bei konventionellen Schlafmitteln auftreten.

Wenn du erfahren möchtest, wie Ashwagandha dir bei deinem Schlafproblem helfen kann, solltest Du unbedingt weiterlesen.

Für einen erholsamen Schlaf sollte Ashwagandha etwa 30 Minuten vor dem Schlafen eingenommen werden.

Zur Steigerung der Wirkung kann es mit einem heißen Getränk - etwa Baldrian-Tee - kombiniert werden.

Die vielfältige Heilpflanze beruhigt Geist und mildert Ängste, was das natürliche Einschlafen erleichtert.

Ashwagandha macht nicht abhängig, in Kombination mit Erkrankungen können aber Probleme auftreten.

Die vielfältigen Ashwagandha Wirkungen

Ashwagandha, genauer gesagt die gelbliche Wurzel der Ashwagandha-Pflanze, ist für seine stärkende Wirkung auf Körper und Geist bekannt.

Ashwagandha - ein Bild von Pflanze und Wurzel

Ashwagandha – ein Bild von Pflanze und Wurzel (Quelle: Piouswatson [Public domain], Wikimedia Commons)

Der Name bedeutet im Sanskrit „Geruch des Pferdes“ und bezieht sich nicht nur auf den Geruch der Wurzel. Das Pferd ist nämlich ein Sinnbild für Stärke und Ausdauer, die einem durch die Einnahme von Ashwagandha verliehen werden sollen.

Im Ayurveda setzt man Ashwagandha ein, um die Libido bei Männern zu steigern, aber auch um chronische Schmerzen zu lindern. Selbst schwere Erkrankungen wie Krebs versucht man mit Ashwagandha zu behandeln.

Ashwagandha reduziert Stress, indem es die Ausschüttung von Cortisol in unserem Körper reduziert. Cortisol ist ein Stresshormon, welches bei Stresssituationen in unserem Körper von den Nebennieren (genauer gesagt in den Nebennierenrinden) gebildet wird. Es führt in unserem Körper zu unterschiedlichen Stressreaktionen mit dem Ziel, unseren Körper auf „Kampf oder Flucht“ vorzubereiten. Auch durch die ausgleichende Wirkung von Ashwagandha auf Blutdruck und Blutzuckerspiegel reduziert es indirekt unser Stresslevel.

Ashwagandha hat aber auch viele Vorteile für unser Gehirn. So soll es das Gedächtnis und die Konzentration verbessern und hat außerdem neuroprotektive Eigenschaften. Das bedeutet, es schützt die Gesundheit unserer Gehirnzellen und wirkt somit präventiv gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

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Warum nehmen Menschen Ashwagandha für Schlafprobleme?

Innerhalb der ayurvedischen Medizin wird Ashwagandha den sogenannten Adaptogenen zugeordnet.

Adaptogene sind Heilpflanzen, die – wie der Name vielleicht vermuten lässt – dem Menschen helfen, sich an neue körperliche und psychische Herausforderungen bzw. Belastungen anzupassen. Adaptogene wirken generell ausgleichend und fördern in Stresssituationen Entspannung und Gelassenheit. Sie reduzieren weiterhin Angstsymptome, die ja eine weit verbreitete Ursache von Einschlafproblemen darstellen.

Ashwagandha unterdrückt also ängstliche Gedanken und hilft so unserem Geist dabei, ruhiger zu werden. Diese anxiolytischen (angstlösenden) Effekte sind auf die GABA-ähnliche Wirkung von Ashwagandha zurückzuführen. GABA ist ein wichtiger Neurotransmitter, der in unserem Gehirn eine beruhigende Wirkung entfaltet. Ashwagandha hat eine ganz ähnliche Wirkung, weil es an den gleichen Rezeptoren andockt wie GABA selbst und damit auch die gleichen Effekte erzielt.

Dies führt dazu, dass das gesamte zentrale Nervensystem ein wenig „ruhiggestellt“ wird, so dass sich ein Gefühl von Frieden, Ruhe und Entspannung einstellen kann. Ich bin der Meinung, dass dies einer der Hauptgründe dafür ist, dass Ashwagandha bei Schlafproblemen so gut wirkt.

Falls Du Ashwagandha vor dem Zubettgehen in einer mittleren Dosis einnimmst, wirst du spüren, dass du viel leichter einschlafen kannst. Der Schlaf kommt nämlich ganz natürlich.

Das Gute daran ist: die beruhigende Wirkung von Ashwagandha führt am nächsten Morgen nicht zu einem sogenannten Hangover (das ist, wenn du kaum oder nur ganz schwer aus dem Bett kommst), wie das bei vielen herkömmlichen Schlafmitteln der Fall ist.

Das Aufwachen geschieht natürlich von allein und du wirst dich auch nicht in irgendeiner Art und Weise benebelt fühlen, sondern frisch und wach.

Somit ist Ashwagandha ein empfehlenswertes Mittel bei chronischen Schlafproblemen, um die Herstellung eines natürlichen gesunden Schlafs zu unterstützen.

Sonstige Anwendungen von Ashwagandha

Die Verbesserung deines Schlafes ist jedoch nur einer von vielen weiteren gesundheitlichen Vorteilen von Ashwagandha. Denn es wurde nachgewiesen, dass man mit Ashwagandha eine ganze Reihe von Erkrankungen, v.a. auch chronische Erkrankungen wie beispielsweise Arthritis, erfolgreich behandeln kann.

So kann Ashwagandha Koordinationsstörungen verbessern, den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern stabilisieren und die Cholesterinwerte verbessern. Bei Männern stärkt es die Libido, die Erektionsfähigkeit und erhöht die Anzahl der Spermien. Des Weiteren kann es das Immunsystem stärken sowie die Leberfunktion verbessern.

Ashwagandha ist auch dazu in der Lage, die Symptome von psychiatrischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) zu reduzieren.

Die Einnahme von Ashwagandha hilft uns dabei, zu Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein, Ruhe und Entspannung zu finden. Des Weiteren hilft es uns dabei, länger gesund und fit im Kopf zu bleiben, indem es unsere Gehirnzellen schützt und damit präventiv gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Altersdemenz und Alzheimer wirkt.

Kann Ashwagandha zu Nebenwirkungen führen?

Die allermeisten herkömmlichen Schlafmittel führen bereits nach kurzer Zeit zu Abhängigkeit. Deswegen sind die Bedenken der Menschen, bestimmte Mittel für besseren Schlaf einzunehmen, berechtigt.

Ich kann Dir aber versichern, dass dies für Ashwagandha nicht zutrifft. Ashwagandha macht also – selbst bei längerer und regelmäßiger Einnahme – in keinster Weise abhängig oder süchtig.

Es kann jedoch – vor allem in Kombination mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und/oder bei bestimmten Erkrankungen – zu unerwünschten Wechselwirkungen mit diesen Medikamenten bzw. Erkrankungen kommen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt und deshalb solltest Du unbedingt darüber Bescheid wissen.

Wenn du an einer der folgenden Erkrankungen leidest, solltest Du sicherheitshalber Ashwagandha nicht oder erst nach Rücksprache mit deinem Arzt einnehmen.

  • Bluthochdruck oder zu niedriger Blutdruck
  • Magengeschwüre
  • Multiple Sklerose
  • Lupus
  • Schilddrüsenerkrankungen

Auch wenn du eines der folgenden Medikamente einnimmst, solltest du dich vorher von deinem Arzt beraten lassen:

  • Blutverdünnende Medikamente: da Ashwagandha ebenfalls eine leicht blutverdünnende Wirkung hat, kann es die Wirkung der Blutverdünner noch weiter verstärken.
  • Valium: die Kombination mit Ashwagandha kann zu übermäßiger Sedierung (Benommenheit) führen mit der Folge von Atem- und Kreislaufproblemen

In beiden obigen Fällen ist von der Einnahme von Ashwagandha unbedingt abzuraten.

Die Kombination von Ashwagandha mit den sogenannten SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer), das ist eine bestimmte Gruppe von Antidepressiva, zu denen heutzutage die meisten verschriebenen Antidepressiva gehören – gilt jedoch als sicher.

Die richtige Dosierung von Ashwagandha

Der Bereich der möglichen Dosierung ist bei Ashwagandha sehr groß, er reicht von 50-6.000 mg pro Tag. Typischerweise unterscheidet man drei unterschiedliche Dosierungen:

  1. Die stärkste Tagesdosis, die noch als sicher gilt, liegt bei 6.000 mg täglich – vorausgesetzt, man nimmt sie über den Tag verteilt in drei Einzeldosen von je maximal 2.000 mg ein. Also morgens, mittags und abends jeweils 2.000 mg. Diese Dosierung wirkt u.a. stark entspannend und beruhigend und kann bei stressigen Ausnahmesituationen oder ernsthaften Erkrankungen zum Einsatz kommen. Ich empfehle jedoch, die Dosierung einzuschleichen und schrittweise zu erhöhen, um zu prüfen, wie dein Körper auf die jeweilige Dosis reagiert. Du kannst pro Tag die Tagesdosis um 500 mg erhöhen.
  2. Die mittlere Dosis, die auch am häufigsten zum Einsatz kommt, liegt bei 1.500 mg pro Tag. Auch diese sollte optimalerweise auf drei Einzeldosen morgens, mittags und abends aufgeteilt werden: also 500 mg pro Einzeldosis.
  3. Die kleinste wirksame Einzeldosis liegt bei 50-100 mg. Du kannst das gerne ausprobieren, aber es kann gut sein, dass diese Dosis zu gering ist, um einen Effekt zu spüren.

Zur Unterstützung des Schlafs nimmst du Ashwagandha am besten 30 Minuten vor dem Schlafengehen ein. Es empfiehlt sich, Ashwagandha zusammen mit einem heißen Getränk, z.B. einem koffeinfreien Tee, einzunehmen. Auch eine Kombination mit Baldrian ist möglich, um die Wirksamkeit von Ashwagandha nochmals zu erhöhen.

Du wirst spüren, dass sich dein Geist beruhigt und sich ängstliche Gedanken verabschieden, so dass du ganz natürlich tief, entspannt und besser schlafen kannst.

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