Chronisches Erschöpfungssyndrom

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Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine besondere Form der Müdigkeit beziehungsweise eine Form der Schlafstörung, bei der Betroffene auch nach dem Schlaf nicht ausgeruht sind. Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit erheblich, während Gereiztheit und Stimmungsschwankungen zunehmen. Klare Auslöser sind für die Medizin schwer zu erkennen.

Was ist das Chronisches Erschöpfungssyndrom? Definition

Unter Fachmedizinern besteht bis heute keine Einigkeit darüber, wie die Beschwerden genau zu definieren und einzuordnen sind. Von der WHO wird das chronische Erschöpfungssyndrom in die Rubrik der Erkrankungen des Nervensystems eingeordnet. Die Erkrankung macht sich durch eine extrem niederdrückende Müdigkeit bemerkbar.

Als mögliche Ursache kommen Virusinfekte infrage, da sich Patienten nach einem Virusinfekt etwa noch längere Zeit müde und angeschlagen fühlen. Forscher vermuten außerdem, dass ein gestörtes Immunsystem, ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt oder psychische Belastungen für das chronische Erschöpfungssyndrom verantwortlich sein können.

Schließlich ist das chronische Erschöpfungssyndrom ein Beschwerdekomplex mit einem vielschichtigem Krankheitsbild, welches sowohl körperliche als auch psychische Veränderungen umfasst.

Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms

Körperliche Beschwerden

  • Grippeähnliche Symptome
  • Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten
  • Muskelverspannungen
  • Kurzatmigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen und nicht erholsamer Schlaf
  • Übelkeit sowie Magen-Darm-Beschwerden
  • Veränderungen im Gewicht
  • Verlust der Libido
  • Herz-Kreislaufbeschwerden

Psychische Beschwerden

  • Wesentlich geringere Belastbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Ängste und Panikattacken
  • Konzentrationsschwäche
  • Gedächtnisstörungen

Mögliche Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen und Auslöser des chronischen Erschöpfungssyndroms sind leider bisher nicht bekannt. Forscher vermuten, dass Infektionen sowie hormonelle Störungen und Immundefekte zu den Auslösern zählen. Aber auch berufliche und private Umfelder speilen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig können Bewegungsmangel und eine einseitige Ernährung die Symptome verstärken.

Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms

Aufgrund der unklaren Ursachen ist das chronische Erschöpfungssyndrom schwer zu diagnostizieren.

Hinweise auf das chronische Erschöpfungssyndrom:

  • Die Beschwerden bestehen seit über sechs Monaten.
  • Der Schlaf bringt keine spürbare Erholung.
  • Es fällt aufgrund von starker Erschöpfung schwer, alltäglichen Aufgaben nachzukommen.
  • Es treten körperliche oder psychische Begleitbeschwerden auf.

Tipps und Lösungen gegen das Erschöpfungssyndrom

  • Geregelter Tagesablauf mit festen Phasen für Aktivität und Erholung
  • Umstellung der Ernährung mit viel Obst und Gemüse
  • Viel Bewegung, jedoch stufenweiser Ausbau
  • Entspannungsmethoden regelmäßig praktizieren
  • Geduldig sein und realistische Etappenziele verfolgen.
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Von |2018-09-29T23:17:14+00:0029. September 2018|
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