Craniomandibuläre Dysfunktion

/Craniomandibuläre Dysfunktion

Die craniomandibuläre Dysfunktion hat Einfluss auf die Qualität des Schlafs, denn dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Kieferfehlstellung. Der Kiefer beeinflusst erholsamen Schlaf folglich nicht nur durch das Zähneknirschen, sondern auch durch dieses weitere Krankheitsbild.

Typisch ist, dass die CMD Symptome nicht nur direkt im Kiefer auftreten, sondern auf andere Muskelpartien ausweichen. Eine Linderung der Probleme erfolgt nur, wenn die Fehlstellung des Kiefers korrigiert wird. Die Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion umfasst häufig eine Aufbissschiene, welche nachts getragen werden muss.

Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion?

Die craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Funktionsstörung, welche im Zusammenspiel zwischen Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen auftritt. Das Krankheitsbild tritt unterschiedlich intensiv auf und kommt in ebenso unterschiedlichen Erscheinungsformen, welche sowohl einzeln als auch zusammen auftreten können.

Der Begriff CMD steht mit „cranio“ für Schädel, „mandibula“ für Unterkiefer und „Dysfunktion“ für deren Fehlfunktion.net.

CMD Symtpome

Bei vielen Menschen ist im Kieferbereich eine Funktionsstörung vorhanden, nicht immer macht sich diese aber auch durch Beschwerden bemerkbar. Das gesamte Kausystem kann sich an krankhafte Veränderungen nämlich über die Muskulatur und Gelenke anpassen. Natürlich ist diese Anpassung nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Sobald eine Grenze überschritten wird, treten dann Schmerzen auf.

Typische Beschwerden und CMD Symptome sind:

  • Beeinträchtigungen im Kieferbereich
  • Schmerzen im Kieferbereich
  • Unerklärbare Zahnschmerzen
  • Schmerzen im Gesicht- oder Kopfbereich

Allerdings können Probleme durch die craniomandibuläre Dysfunktion bedingte Probleme ebenfalls in anderen Körperteilen auftreten. Selbst, wenn diese oberflächlich betrachtet nicht in einer Verbindung zu dem Kausystem stehen, können weitere Probleme auftreten wie:

  • Verspannungen im Nacken
  • Schulterschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)

Der Grund: Die Gelenke im Kiefer sowie im Kopf und Beckenbereich sind durch Nerven verbunden. Dadurch können Gelenke ebenfalls schmerzen, wenn in einem anderen Gelenk eine Fehlbelastung auftritt.

CMD Ursachen

  • Veränderungen im Gebiss – etwa durch einen fehlenden Zahn oder falsch sitzende Brücken oder Kronen
  • Traumatische Veränderungen der Kiefergelenke durch Stürze oder Unfälle
  • Durch Fehlhaltung im Oberkörper begünstigte Reizungen
  • Stress als psychosoziale Ursache
  • Folge einer Operationen im Kopf- oder Halsbereich
  • Übermäßiges Kauen auf Fingernägeln oder Kaugummis
  • Fehlhaltung des Kopfes im Schlaf, etwa beim Bauchschläfer
  • Eine übermäßig schlechte Sitzhaltung
  • Erkrankungen durch die Entzündung mehrerer Gelenke (Polyarthritis)
  • Verlagerung der Knorpelscheibe in der Kiefergelenkpfanne
  • Fehlbildungen in der Entwicklung

CMD Therapie und Behandlung

Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann viele verschiedene Ursachen haben und leider ist für die Medizin die Gewichtung der einzelnen Faktoren noch unklar. So haben Betroffene oft Schmerzen in der Kaumuskulatur oder sind von zahlreichen Begleitsymptomen geplagt. Dazu können Schmerzen im bereich der Ohren sowie Zahnschmerzen oder Gesichtsschmerzen zählen.

Zur Lösung der Probleme wird die CMD Therapie in eine klinische und eine instrumentelle Funktionsanalyse unterteilt. Ärzte setzen bei der CMD Behandlung meist auf ein abgestuftes Therapiekonzept, bei dem die einfachsten Methoden zu erst durchgeführt werden.

Für die Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion kann eine fachübergreifende Arztbehandlung sinnvoll sein. Ein Zahnarzt kann so beispielsweise Störungen im Mund korrigieren. Bei den Auswirkungen auf die Körperhaltung können entsprechende Fachärzte ebenfalls helfen. Zur CMD Therapie ist das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen wichtig.

CMD Diagnoseverfahren

  • Zur Diagnose wird der Patient zunächst händisch oder im Gespräch untersucht.
  • Der Zahnarzt oder Arzt untersucht die Muskelgruppen auf Schmerzen und Spannungen.
  • Das Kiefergelenk wird auf Schmerz oder Knacken untersucht.
  • Es muss allerdings mehr als die akute Kau-Problematik untersucht werden.
  • Stress oder Allgemeinerkrankungen müssen erkannt werden, da sich diese im Kiefer manifestieren können.
  • Röntgen oder CT sind nötig, wenn konservative Behandlungsmethoden ohne Erfolg geblieben sind.
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Von |2018-09-30T12:19:36+00:0029. September 2018|
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