Schlafentzug

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Schlafentzug bezeichnet die Verhinderung von Schlaf, welche ungewollt oder aber gewollt herbeigeführt werden kann. Bei Depressionen wird Schlafentzug häufig als Behandlungsmethode eingesetzt, zu langer Schlafentzug kann aber schwerwiegende Symptome herbeiführen. Ein bewusst herbeigeführter Schlafentzug sollte nur von kurzer Dauer sein.

Schlafentzug – Entstehung und Folgen

  • Am ehesten entsteht Schlafentzug, wenn eine Person an Schlafstörungen leidet und deswegen nicht genügend erholsamen Schlaf halten kann. Unter Schlafentzug verlieren Betroffene viel ihrer körperlichen sowie geistigen Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Schlafmangel ist eine sanftere Form des Entzugs, doch auch zu wenige Schlafstunden wirken sich auf das körperliche Wohlbefinden aus. Die Schlafdauer sollte bei einer erwachsenen Person zwischen sieben und neun Stunden liegen, damit der Körper wesentlich tatkräftiger und der Geist wacher ist.
  • Extremer Schlafentzug führt zu schlimmeren Symptomen als bloßer Müdigkeit oder Erschöpfung und kann so sogar Halluzinationen hervorrufen oder zu Zuständen führen, die der Schizophrenie ähneln.

Der Weltrekord im Schlafentzug

Die längste Zeit ohne Schlaf hielt der Amerikaner Randy Gardner aus. Ganze elf Tage und Nächte verbrachte er im Wachzustand, bevor er sich wieder schlafen legte. Allerdings schlief er anschließend nicht etwa mehrere Tage durch, sondern bewies, dass der Körper nicht fehlenden Schlaf nachholen muss. Mit 14 Stunden war die erste Nachtruhe zwar etwas länger, doch in der zweiten Tag schlief er bereits wieder zehn Stunden und in der dritten Nacht wieder normale acht Stunden.

Rein rechnerisch hat der Körper des Amerikaners das große Schlafdefizit von über 80 Stunden also nicht aufgeholt. Stattdessen erreicht der Körper die nötige Regeneration durch eine Veränderung der Schlafqualität. Speziell wird der Anteil von NREM-Schlaf und REM-Schlaf verändern. Nach einem Schlafentzug ist so ein größerer Anteil an Tiefschlaf zu beobachten, während leichter Schlaf zurückgeht.

Dem aktuellen Stand der Forschung führt Schlafentzug zu keinen dauerhaften Schäden. Zu den größten Problemen des Schlafentzugs zählt die quälende Müdigkeit, die verhindert, dass ein Mensch alleine und ohne Hilfe über mehrere Tage wach bleibt.

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Von |2018-10-30T23:14:49+00:0029. September 2018|
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