Schlafphasen

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Der nächtliche Schlaf wird in verschiedene Schlafphasen unterteilt, in denen zahlreiche körperliche Prozesse ablaufen. Die verschiedenen Schlafphasen ergeben insgesamt einen Schlafzyklus von etwa 90 Minuten, welcher sich im Laufe der Nacht mehrfach wiederholt.

Definition Schlafphasen – Was ist das?

Der Schlaf wird in verschiedene Stadien eingeteilt,

wobei es vor allem auch eine Phase mit einem erholsamen Tiefschlaf gibt und dazu kommt immer wieder eine Phase in der der Mensch sich über schöne Träume freuen kann. Im Laufe einer Nacht können mehrere Tiefschlaf- und Traumphasen auftreten, wobei der Mensch nach dem Aufwachen immer wieder erleben wird, dass die Traumphase auch schnell wieder vergessen wird.

In der letzten Traumphase der Nacht können aber auch Träume aufkommen, die in der Erinnerung des Menschen bleiben und nicht einfach verlorengehen. Jetzt kommt auch das Bewusstsein so langsam wieder zurück, die Schlafstarre weicht und der Körper wird auf das Aufwachen vorbereitet.

Die verschiedenen Schlafphasen

Ein gesunder Schlaf besteht aus sogenannten Schlafphasen, also regelmäßigen Abläufen. Dabei wiederholt sich eine bestimmte Abfolge der nachfolgend erklärten Phasen während des Schlafs wieder und wieder. Wichtig: Die Dauer der einzelnen Phasen sowie deren Wiederholungsrate sind für jeden Menschen individuell verschieden.

Im Schlaf gibt es zwei Grundstadien, in denen das Zentralnervensystem sowie die Körperfunktionen entweder aktiv beziehungsweise inaktiv sind. Dadurch werden Erholung und Regeneration im Schlaf überhaupt erst ermöglicht.

Im ersten Stadium bewegt der Schlafende seine (geschlossenen) Augen schnell hin und her, wobei wir hierbei besonders lebhaft träumen. Früher war deshalb in diesem Zusammenhang vom Traumschlaf die Rede, Mediziner sprechen heute vom REM-Schlaf, was „rapid eye movement“-Schlaf bedeutet. Etwa ein Fünftel unserer Schlafenszeit verbringen wir in diesem REM-Schlaf.

Als Gegenstück wird die andere Phase als NREM-Schlaf, also „non rapid eye movement“-Schlaf, zusammengefasst. Diese ist wiederum in vier weitere Phasen aufgeteilt: Die Leicht- und Tiefschlafphasen. Im Wechsel lösen sich leichter Schlaf und REM-Schlaf mehrfach in der Nacht ab.

Die Bedeutung der Schlafphasen

Im Gesamtzusammenhang ist jede einzelne Phase wichtig für den Erholungseffekt des Schlafs. Je nachdem in welcher Schlafphase wir uns grade befinden, verändern sich nachts nämlich auch wesentliche Körpervorgänge wie etwa der Blutdruck, die Muskelspannung oder die Verdauungstätigkeit. Zeitweise werden die Körperfunktionen heruntergefahren, während andere Prozesse, wie etwa Stoffwechselvorgänge, besonders angekurbelt werden.

Außerdem sind einige Körperzellen im Tiefschlaf besonders aktiv. Der Abbau von Eiweißstoffen ist hingegen gebremst, die Proteine benötigt der Körper für das Zellwachstum. Dadurch hat der oft deklarierte „Schönheitsschlaf“ also tatsächlich eine Grundlage, da im Schlaf Zellschäden repariert werden.

In all dieser Zeit kommt unser Gehirn hingegen gar nicht zur Ruhe. Das Gehirn ist im Schlaf besonders aktiv. Allerdings wird die Energie des Gehirns umgelenkt: Der Fokus liegt auf wichtigen Aufräum- oder Reparaturprozessen. Nervenzellen können sich so entspannen und regenerieren.

Damit die verschiedenen Prozesse überhaupt reibungslos ablaufen können, steuert das Gehirn die verschiedenen Schlafphasen. Dies geschieht über fein abgestimmte Nervensignale. Alles, was die Aktivität der Nervenbotenstoffe, die die Impulse weiterleiten, beeinträchtigt beziehungsweise verändert, stört auch den natürlichen Schlafrhythmus. Dazu zählen beispielsweise Koffein, Nikotin, Alkohol oder bestimmte Medikamente, die zusätzlich den REM-Schlaf und auch den Tiefschlaf beeinflussen.

Eine entscheidende Rolle spielt aber auch die Psyche: Kreisen deine Gedanken um Sorgen, Ängste oder Probleme, werden weiter Stresshormone ausgeschüttet. Die Folge: Der gesamte Organismus kommt nicht zur Ruhe.

Nächtlicher Ablauf der Schlafphasen

Die nächtliche Ruhe gliedert sich in verschiedene Schlafphasen:

  • Phase 1: die Einschlafphase
  • Phase 2: der leichte Schlaf
  • Phase 3 und 4: die Tiefschlafphasen und der Traum- oder REM-Schlaf.

Die Einschlafphase ist der Übergang zwischen Wachsein und Schlafen. Bei sehr leichtem Schlaf kommt dein Körper langsam zur Ruhe – die Atmung wird gleichmäßiger, die Muskeln entspannen sich.

Beim darauffolgenden leichten Schlaf lässt die Muskelspannung weiter nach und die Muskeln sind nach wenigen Minuten komplett entspannt. Dabei tritt ein Phänomen auf, was dir bestimmt auch schon einmal aufgefallen ist: Es kommt mitunter zu willkürlichen Zuckungen einzelner Körperteile, während sich diese entspannen.

Die eigentliche körperliche Erholung findet nun in den beiden Tiefschlafphasen statt. In diesen ist es auch besonders schwer, den Schlafenden wieder zu wecken. Nach ungefähr 60 bis 90 Minuten tritt der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ein: Das Gehirn ist in dieser Phase schwer beschäftigt und die Muskulatur tiefenentspannt, damit der Körper sich beim Träumen nicht selbst verletzt.

Nach dem REM-Schlaf beginnt die Abfolge der Schlafphasen von neuem, was sich im Laufe der Nacht mehrfach wiederholt. Dabei wird die Dauer des REM-Schlafs immer länger: Während er zu Beginn der Nacht nur wenige Minuten andauert, hält er später sogar bis zu einer Stunde lang an.

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Von |2018-10-04T19:25:17+00:0029. September 2018|
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