Schlafwandeln

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Schlafwandeln kann für Betroffene zu gefährlichen Abenteuern führen, denn das Phänomen bezeichnet das Ausführen komplexer Verhaltensweisen und Bewegungen im Schlafzustand. Während der Mensch noch schläft, können seine Beine ihn folglich durch die Wohnung tragen.

Definition Schlafwandeln – Was ist das?

Das Schlafwandeln ist ein Schlafproblem, welches einen bewusstseinsveränderten Zustand herbeiführt. Verhaltensweisen aus dem Schlaf und Wachsein werden dabei kombiniert, sodass Betroffene nur unvollständig aus ihrer Schlafphase erwachen und dennoch komplexere Bewegungen ausführen. Schlafwandler können sich am nächsten Tag meist nicht mehr an die nächtlichen Geschehnisse erinnern. Während Schlafwandeln bei Kindern häufiger auftritt, bedarf es im Erwachsenenalter einer umfassenden ärztlichen Untersuchung.

Symptome des Schlafwandelns

Schlafwandeln tritt meist im ersten Drittel des Tiefschlafes auf und kann zu den verschiedensten Verhaltensweisen führen. Im Bett können sich Betroffene beispielsweise Aufrichten und mit einem ausdruckslosem Gesicht umherblicken. Zu den weiteren Symptomen des Schlafwandelns zählt:

  • Starre, ausdruckslose Mimik
  • Geöffnete Augen, aber vermiedener Augenkontakt
  • Keine Reaktion auf äußere Reize
  • Schwere Erweckbarkeit
  • Bewegungen führen meist Geradeaus
  • Schlafwandeln dauert Sekunden bis wenige Minuten
  • Nach dem Aufwachen bleibt keine Erinnerung

In selteneren Fällen können Betroffene auch Handlungen außerhalb des eigenen Bettes nachgehen. Dazu zählt beispielsweise das Umhergehen in der Toilette sowie der Gang ins Badezimmer. Außerdem beginnen einige Schlafwandler bereits mit dem Zubereiten des Frühstücks. In seltenen Fällen wird sogar das Haus verlassen.

Schlafwandeln Ursachen

Die Ursachen des Schlafwandelns sind von der Medizin leider noch nicht geklärt. Zu beobachten ist aber eine familiäre Häufung des Phänomens.

Folgende Reize und Ursachen könnten das Schlafwandeln hervorrufen oder begünstigen:

Schlafwandeln behandeln – Therapiemöglichkeiten

Einmaliges oder leichtes Schlafwandeln bedarf keiner Therapie, doch sobald das Schlafwandeln mit einem Verletzungsrisiko einhergeht, sollten präventive Schritte eingeleitet werden. Dazu zählt beispielsweise das Absichern der Schlafumgebung, damit sich Schlafwandler nicht verletzen können. Fenster und Türen sollten sicherheitshalber verriegelt und potentielle Gefahrenquellen beseitigt werden.

Darüber hinaus kann das Einhalten eines regelmäßigen Schlafrhythmus die Wahrscheinschlickeit des Schlafwandelns verringen. Ebenso wichtig ist die Befolgung der Grundregeln der Schlafhygiene.

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Von |2018-10-04T21:36:52+00:0029. September 2018|
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