Schnarchen

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Schnarchen ist in erster Linie für den Bettpartner nervig, doch die Atemgeräusche können auch auf Erkrankungen hinweisen. Entsprechend wichtig ist die Diagnose der individuellen Urschen des Schnarchens.

Definition Schnarchen – Was ist das?

Schnarchen bezeichnet das auftreten von lauten Atemgeräuschen im Schlaf und ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Beim primären Schnarchen entspannt die Muskulatur im Gaumen, wodurch das Gaumensegel im Luftstrom des Atems förmlich hin und her flattert, was die typische Geräuschkulisse hervorruft. Dabei sind die oberen Atemwege zwar verengt, aber das primäre Schnarchen führt nicht zu einer Störung des Schlafes.

Männer sind häufiger vom Schnarchen betroffen und die Wahrscheinlichkeit dazu steigt im mittleren bis hohen Alter zunehmend an.

Schnarchen Ursachen

Die Körperlage spielt eine entscheidende Rolle als Schnarchen Ursache. Insbesondere Rückenschläfer sind nämlich von den geräuschvollen Symptomen betroffen, da in der Rückenlage der Zungengrund absinkt und so das Schnarchen gegünstig. Andersherum schnarchen Bauchschläfer kaum, da in dieser Schlafposition ein gegenteiliger Effekt eintritt.

Folgende Faktoren zählen zu den Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens erhöhen:

  • Übergewicht
  • Hohes Alter
  • männliches Geschlecht
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen (Nikotin)
  • Schlaftabletten
  • größere Mandeln oder Polypen
  • Erkältung (Schnupfen)
  • Heuschnupfen

Wann Schnarchen gefährlich wird

Trotz des auftretenden Schnarchens kann die Luft meist problemlos in die Lunge gelangen, weshalb Schnarchen per se nicht gefährlich ist. Außerdem leidet unter den Symptomen meist nicht die eigene Schlafqualität, wenn doch Lebenspartner von den auftretenden Geräuschen stark gestört werden können.

Gefährlich wird das nächtliche Schnarchen dann, wenn eine sogenannte Schlafapnoe vorliegt. Diese bezeichnet ein besonders stark ausgeprägtes Schnarchen, bei dem es zusätzlich zu gefährlichen Atemaussetzern kommt. Die Stillstände in der Atmung können 30 Sekunden oder noch länger andauern und machen eine ärztliche Behandlung dringend erforderlich.

Durch die Verschlechterung der Schlafqualität kann es dann zu den weiteren Symptomen einer Schlafstörung kommen, darunter etwa Müdigkeit oder Leistungs- und Konzentrationsstörungen. Durch den Sauerstoffmangel, welcher durch eine Schlafapnoe herbeigeführt wird, steigt außerdem das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Therapie und Behandlung – Was hilft gegen Schnarchen?

Für kurzfristiges oder unproblematisches Schnarchen ist keine spezielle Behandlung erforderlich, etwa wenn die Symptome nur durch eine vorübergehende Erkältung auftreten. Machen sich auf Dauer aber Probleme bemerkbar, ist eine Therapie anzuraten – mit einigem Methoden können Betroffene sogar selbst das Schnarchen behandeln.

  • Schnarchen tritt besonders häufig in der Rückenlage auf. Betroffene sollten entsprechend auf dem Bauch schlafen, eine Alternative dazu ist die Schlafposition der Seitenschläfer.
  • Alkohol sowie Beruhigungs- und Schlafmittel sorgen für eine Entspannung der Atemmuskulatur, was das Schnarchen zusätzlich begünstigt. Auf entsprechende Wirkstoffe sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.
  • Übergewicht ist eine weitere Hauptursache vom Schnarchen. Durch eine Reduktion des Gewichts mindern sich die Fettablagerungen am Hals und die Atemwege werden freier.
  • Einfache Nasenpflaster aus der Apotheke können das Schnarchen lindern, da diese die Nasenflügel weiten und eine natürliche Atmung erleichtern.

Therapie mit Geräten und CPAP-Masken

Sofern eine Schlafapnoe diagnostiziert wurde, kommt die Schnarchen-Behandlung über eine sogenannte CPAP-Maske in Frage. Bei dieser Therapiemöglichkeit erzeugt ein Gerät um den Mund herum einen Überdrück, welcher über die Atemmaske in die Atemwege übertragen wird. Dadurch werden die Atemwege geöffnet, wodurch die gefährlichen Atemaussetzer samt Schnarchen verschwinden.

Operative Therapie als letzte Möglichkeit

Teilweise ist auch eine operative Therapie des Schnarchen möglich. Allerdings sind OP-Verfahren nicht immer erfolgreich und sollten deshalb nur als letzte Lösung der Schnarchprobleme in Erwägung gezogen werden.

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Von |2018-10-04T22:08:21+00:0029. September 2018|
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